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Landwirtschaft
Zum Kinderdorf gehört die landwirtschaftliche Anlage mit 6,5 ha, die noch nicht vollständig bewirtschaftet wird. Dazu haben wir einen jungen Afrikaner gewonnen, der 2005 sein Studium der Agrar- und Forstwirtschaft abgeschlossen hat. Er hat für 15 Monate abwechselnd in Kamishango und in einer weiteren landwirtschaftlichen Anlage gearbeitet und dabei auch die älteren Kinder angeleitet.
Weiterhin beratend wird uns der Entwicklungshelfer, Herr Matthias Fettback, der 15 Jahre in Ostafrika Erfahrungen sammeln konnte, zur Verfügung stehen. Bei zahlreichen Besprechungen mit den örtlichen Verantwortlichen in Kamishango und Rubya brachte er seine reichen Erfahrungen ein und gab uns auch wertvolle Ratschläge für die weitere Arbeit in der landwirtschaftlichen Anlage:
- Betroffene sollte man noch mehr einbinden (die Dorfbewohner, auch die älteren Kinder).
- Der Farmplan ist laufend zu aktualisieren. Dabei ist so viel wie möglich an Eigenverantwortung einzubauen.
- Laufende Kurse für die Mitarbeiter in der Farm sind einzurichten (1/3 Theorie, 2/3 Praxis). Auch Austauschprogramme sind vorzusehen.
- In der Landwirtschaft ist das Umweltbewusstsein zu fördern.
Schüler, welche die siebenjährige Primarschule abgeschlossen haben und keine weiterführende Schule (Sekundarschule, Handwerkerschule) besuchen können, erhalten das Angebot, Grundkenntnisse in der Landwirtschaft zu erlernen.
Wir sind dabei, auf der landwirtschaftlichen Fläche die alte chinesische Heilpflanze Artemesia annua anzupflanzen. Ein Tee aus den Blättern der Pflanze wirkt gegen den Malaria-Erreger. Pharmazeutische Mittel sind für die meisten Betroffenen unbezahlbar. Wir wollen mit dieser Heilpflanze der einheimischen Bevölkerung helfen. Geplant ist, dass die Einheimischen in ihrem eigenen Garten 2 –3 Pflanzen setzen und bei Bedarf einsetzten. In Tansania sterben jährlich 100.000 Menschen an Malaria.
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